Verrückt, verflixt und zugenäht

Wer hat das aus dem Dreck gezerrt?
Wer hat dem Dreck den Weg nicht versperrt?
Das war doch alles schon mal da.
Das war doch längst wieder weg.
Da haben wir doch jahrelang dagegen gekämpft.
Die ganze Zeit geschlummert, hellwach im Zeitendreck.

Rohrpost, Portokosten, Hyperspace und Machtmissbrauch.
Ausdiskutiert, vergessen und wiederbelebt.
Wer hat die Ecke nicht gekehrt?
Wo konnte das Alien überleben?

Verrückt, verflixt und zugenäht,
ich hab den Rasen nicht gemäht.

Also gut

Also gut, dann sagen.
Sagen, was keiner versteht.
Aber rechtzeitig, weil sonst ist es wieder so spät.
Dann ist es wieder Zeit zu gehen (die letzte Zigarette).

Also gut, dann schreiben.
Schreiben, was jeder kennt.
Immer vor Augen hat, wenn er nicht pennt.
Was jeder versteht, wenn er nicht nur rennt.

Also gut, dann malen.
Malen, was sonst keiner sieht.
Nur in Gehirnwindungen an Dir vorbeizieht.
Ist wieder zerronnen, eh Du Dich versiehst.

Also gut, dann singen.
Singen von der Eintönigkeit, mit geschliffenen Worten.
In endlosen Wiederholungen, mit krächzender Stimme.
Mit entzündeter Zunge, ohne Bedeutung (tausend Mal gehört).

Also, gut ist hier schon lange nichts mehr.
Aber auch nicht wirklich schlecht.
Deshalb hängen wir ja auch fest im Nirgendwo.
Mäandern durch die Irrungen, quälen uns mit Wirren.
Politische Reden wollen geschwungen sein,
das Zepter ebenso.

Vor und zurück geht es auf der Schaukel.
Bis die Zeit abgelaufen ist und Nachschlag gefordert wird.
Ohne Rücksicht auf Gewähr.
Das Prinzip der zeitversetzten Gedankenübertragung.
Heute hier, morgen schon wieder vergessen.

Was hast Du gesagt?

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Wertheim – Traumstadt des Jenseits
was soll es mir wert sein?

Unter Arkaden, die eine
einst prachtvolle Zukunft zieren
will ich mich gerieren,
als sei ich der Pracht wert.

Jeglichen Daseins verwehrt
im Gelee des Glimmers
glitzernd, zitternd
einen ruhmreichen Ruf genießend.

Nichts wissend – und doch
voranschreitend , paradierend.

Wie kann ich mich verwehren
gegen den Wert von Heimes Herd?

Gegen Hermes Botschaft
dass nur der Schein zähle?

Aufrüsten für den Krieg
der längst nur noch in Aktienphantasien
und gesicherte Fonds
in Abschottung von Athen investiert?

Wie dereinst die Erben Spaniens
gegen die Nachkommen Portugals
zur Rettung europäischer Einheit?

Einfältige Vielfalt, die mit
viel versprechender Prosperität
unter interim individueller Verwahrlosung
mit banalen Floskeln nur noch um sich wirft.

Bis der Wert der eigenen Scholle,
bar jeder verlockenden Ablenkung
Oberhand gewinnend
dem Fischer von der See
Glück verheißend
klappernde Klippen in den Abgrund reißend.

Ja was eigentlich?

Während die Welt schmilzt
sollen wir warten?

Alldieweil der Verteiler jeglicher Währung
im fatalen Verdrängungswettbewerb
mit dem endlos kopulierenden Globus
den final Kürzeren zieht?

Adieu Decadence,
Jugend, Konsum  und Liebe.

Wie mag sich dereinst der Kreis schließen?

Wo doch selbst der Aufruhr der Aufklärung
des Individuums in der Masse der Mütter
implodierende Vereinigung mit dem Nichts
vielsagende Ignoranz
Terror der Irrungen und Religionen (den Amok ausnehmend)

– wieder auf der Straße gelandet ist
und sich im Harz vervierfacht.

Ja, ist nur ne Phase
aber da läuft er der Hase
(entschuldige die Phrase
aber sie lag mir auf der Nase)

(kurz vor Die da)
Nehmt der Wirtschaft Subventionen
mehrt das Wissen nicht den Glauben
gebt den Armen
mehr als nur nen warmen
Ofen online.
(gleich wieder im Da da)

Mit Brot und Schwielen,
Blut und Eisen
wird die Welt verwaisen.

Und ein Wort der menschlich Dankbarkeit
hat für hier und immerdar ausgedient.

Bis mal wieder ein Holzpferd
dem Herd
eine Heimat schafft
und  die Blase platzt.

Prost Pardaus.

Dann aber obacht und nicht versackt
im Kaufaus.

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