Explicit

Um den Lohn Betrogen Arbeit Verloren Aus der Wohnung Geflogen Aus dem System Verdrängt Auf der Straße Gelandet Um Hilfe Gebettelt Selbstbewusstsein Erodiert Respekt Gestohlen Verwirrung Gestiftet Illusionen Gemacht Böse Reingelegt Unheil Angerichtet Urteil Gesprochen Strafe Nicht angetreten Ständig Auf der Flucht Gehetzt Schief angeschaut Verfolgt Verachtet Aussortiert Ignoriert

Selber schuld. Besser mal wegschaun

Wie üblich

Eine Ausnahme
Wie zu erwarten 
Totalnormal
Knapp verpasst

Und jetzt ein Volltreffer
Die Mehrheit bestimmt
Das Ausscheren der Minderheit
Um nicht dazu zu gehören

Da brat mir doch
Einer nen Storch
Eine Übung
Im dunklen Stil

Verkauf Deinen Körper
Mit Sternchen und Störer
Einfach mal ganz anders sein
Unikat. Geht doch

Eifer

Ach ich stünd so gern
Im Schatten meiner selbst
Dann müsst Ich mich nicht sonnen 
Im Glanze meines Ruhms

Könnte spinnen könnte schweifen
Ab vom Kerne und dem Ganzen
Ganz befreit von dem Gewissen
Und seinen oft fatalen Bissen

YYYYYYY

Kommst Du heut nicht
Geh ich morgen
Hab verschlafen
Keine Sorgen

Heraus soll mich alles fordern
Gestärkt soll ich hervorgehen
Aus dem Sturm, in Ruhe
Verlassen und mit Abstand

Ach nee. Gelassen bleiben.

Und doch. Ich werd sinnieren,
Meine Sinne malträtieren
Verstehen, was mein Antrieb
Wo Schaffen? Was kann mir noch gelingen?

Und ganz dazwischen
Hängt der Lauf der Dinge
Zwitschert die Tierwelt und röhrt
Es ist Herbst noch lange nicht

Ach, ich fühl mich missverstanden

XXXXXXX

Duda

Hey Hey Duda
Was machst Du da?

Hey Duda
Was soll das da?

Kennst Du kein Erbarmen?
Für die Armen und Asozialen
Für den Ausschuss dieser glänzenden Masse?

Hey Duda
Sei doch nicht so

Hey Duda
Lass das mal sein

Schert Dich das nicht?
Das Elend Die Verzweiflung
Das Leid der Kranken

Die da leben am Rand
Der Shopping Malls und Outlets

Und dann kommt wieder einer daher
Der hat das ausgenutzt
Kalt und berechnend
Das Mitleid und die Gaben
uns alle betrogen

Hey Duda
Darauf hast Du doch nur gewartet

Hey Duda
Endlich der Beweis

Jetzt zeig mal Härte
Und greif endlich durch 
Alle hinter Gitter
Jeder wie er’s verdient

Hey Duda
Oder?
Lass ma

Penner

Verrückt, verflixt und zugenäht

Wer hat das aus dem Dreck gezerrt?
Wer hat dem Dreck den Weg nicht versperrt?
Das war doch alles schon mal da.
Das war doch längst wieder weg.
Da haben wir doch jahrelang dagegen gekämpft.
Die ganze Zeit geschlummert, hellwach im Zeitendreck.

Rohrpost, Portokosten, Hyperspace und Machtmissbrauch.
Ausdiskutiert, vergessen und wiederbelebt.
Wer hat die Ecke nicht gekehrt?
Wo konnte das Alien überleben?

Verrückt, verflixt und zugenäht,
ich hab den Rasen nicht gemäht.

Trying to file a case against conformity

The man in an aspiring suit
trying to file a case against conformity
While being part of the system
to change it from within
Lemme tell yer
You never can win

Your rebellion is wearing out
Your red socks are wearing thin

It’s not about the clothes you wear
Not about your shoes

It’s all about the attitude
Man, that’s the way it goes

So make up your mind.
Stop being kind.

Be straight,
according to your beliefs.

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Also gut

Also gut, dann sagen.
Sagen, was keiner versteht.
Aber rechtzeitig, weil sonst ist es wieder so spät.
Dann ist es wieder Zeit zu gehen (die letzte Zigarette).

Also gut, dann schreiben.
Schreiben, was jeder kennt.
Immer vor Augen hat, wenn er nicht pennt.
Was jeder versteht, wenn er nicht nur rennt.

Also gut, dann malen.
Malen, was sonst keiner sieht.
Nur in Gehirnwindungen an Dir vorbeizieht.
Ist wieder zerronnen, eh Du Dich versiehst.

Also gut, dann singen.
Singen von der Eintönigkeit, mit geschliffenen Worten.
In endlosen Wiederholungen, mit krächzender Stimme.
Mit entzündeter Zunge, ohne Bedeutung (tausend Mal gehört).

Also, gut ist hier schon lange nichts mehr.
Aber auch nicht wirklich schlecht.
Deshalb hängen wir ja auch fest im Nirgendwo.
Mäandern durch die Irrungen, quälen uns mit Wirren.
Politische Reden wollen geschwungen sein,
das Zepter ebenso.

Vor und zurück geht es auf der Schaukel.
Bis die Zeit abgelaufen ist und Nachschlag gefordert wird.
Ohne Rücksicht auf Gewähr.
Das Prinzip der zeitversetzten Gedankenübertragung.
Heute hier, morgen schon wieder vergessen.

Was hast Du gesagt?

Kaufaus – Dada kaufen im Hemden online Shop

Wertheim – Traumstadt des Jenseits
was soll es mir wert sein?

Unter Arkaden, die eine
einst prachtvolle Zukunft zieren
will ich mich gerieren,
als sei ich der Pracht wert.

Jeglichen Daseins verwehrt
im Gelee des Glimmers
glitzernd, zitternd
einen ruhmreichen Ruf genießend.

Nichts wissend – und doch
voranschreitend , paradierend.

Wie kann ich mich verwehren
gegen den Wert von Heimes Herd?

Gegen Hermes Botschaft
dass nur der Schein zähle?

Aufrüsten für den Krieg
der längst nur noch in Aktienphantasien
und gesicherte Fonds
in Abschottung von Athen investiert?

Wie dereinst die Erben Spaniens
gegen die Nachkommen Portugals
zur Rettung europäischer Einheit?

Einfältige Vielfalt, die mit
viel versprechender Prosperität
unter interim individueller Verwahrlosung
mit banalen Floskeln nur noch um sich wirft.

Bis der Wert der eigenen Scholle,
bar jeder verlockenden Ablenkung
Oberhand gewinnend
dem Fischer von der See
Glück verheißend
klappernde Klippen in den Abgrund reißend.

Ja was eigentlich?

Während die Welt schmilzt
sollen wir warten?

Alldieweil der Verteiler jeglicher Währung
im fatalen Verdrängungswettbewerb
mit dem endlos kopulierenden Globus
den final Kürzeren zieht?

Adieu Decadence,
Jugend, Konsum  und Liebe.

Wie mag sich dereinst der Kreis schließen?

Wo doch selbst der Aufruhr der Aufklärung
des Individuums in der Masse der Mütter
implodierende Vereinigung mit dem Nichts
vielsagende Ignoranz
Terror der Irrungen und Religionen (den Amok ausnehmend)

– wieder auf der Straße gelandet ist
und sich im Harz vervierfacht.

Ja, ist nur ne Phase
aber da läuft er der Hase
(entschuldige die Phrase
aber sie lag mir auf der Nase)

(kurz vor Die da)
Nehmt der Wirtschaft Subventionen
mehrt das Wissen nicht den Glauben
gebt den Armen
mehr als nur nen warmen
Ofen online.
(gleich wieder im Da da)

Mit Brot und Schwielen,
Blut und Eisen
wird die Welt verwaisen.

Und ein Wort der menschlich Dankbarkeit
hat für hier und immerdar ausgedient.

Bis mal wieder ein Holzpferd
dem Herd
eine Heimat schafft
und  die Blase platzt.

Prost Pardaus.

Dann aber obacht und nicht versackt
im Kaufaus.

Kann ich jetzt endlich das Hemd online bestellen?

Monnem

Mei mei Monnem
Isch war long weg
Was hoschdn du gschafft?
Liegschd jo immer noch
Immer noch im Dregg

Awwer zum Glück
Echt wasse Glück
Do trage dei Leit
Des Herz immer noch
Immer noch am rischdische Flegg

Des ledschde Mol
Iwwer die Neggarbrigg
Is schun ewisch her
Sag, is der Karl schun zurigg?

Uffm Jungbusch wird als noch saniert
Kee Wunner, dass mitm Wohnraum nix bassierd
Weil die Haie un die dicke Bosse
Sin aa als noch do
Weil zu jedere ehrlische Haut
Aa en Dreggsagg geherd

Un dei Gsindel, die Assis?
Was dschedn uff der Dscheenau
Was isn los uff der Strooß
Was bassierd in de Quadrade
Die alde Gschischde hinnerm Schloss?

In der Hessisch Strooß wird als bloß gegammelt
Uffm Lindehof stolziert
Die Fenschder in der Neckarstadt verrammelt
Was isn in Feidene bassierd?

Mei mei Monnem
Isch war long weg
Was hoschdn du gschafft?
Liegschd jo immer noch
Jo immer noch im Dregg